Spatenstich “Stadt im Fluss” – Höfken in Gerolstein

Spatenstich “Stadt im Fluss” – Höfken in Gerolstein

Umweltministerin Ulrike Höfken hat am 18.09.2015 den ersten Spatenstich zur Umsetzung des Projektes „Stadt im Fluss“ in Gerolstein gesetzt. „Von der Umgestaltung des rund drei Kilometer  langen Flussabschnitts profitieren Mensch und Natur gleichermaßen. Wir entwickeln die Kyll und ihre  Uferbereiche naturnah und machen den Fluss für die Bevölkerung wieder erlebbar“, so Höfken im Beisein der Bürgermeister Friedhelm Bongartz und Matthias Pauly. Das Land Rheinland-Pfalz fördert die geplanten Maßnahmen im Rahmen der  „Aktion Blau Plus“ zu 90 Prozent.  „Hier verbinden wir den Gewässerschutz mit dem Hochwasserschutz und der Stadtentwicklung in vorbildlicher Weise”.

Im Rahmen des Projekts „Stadt im Fluss“ sollen in drei Bauabschnitten unter anderem die Mündungen des Peschenbachs und des Oosbaches sowie der Bereich am Gerolsteiner Brunnen renaturiert werden. Am Kyllbogen wird eine Flutmulde angelegt, damit der Fluss bei Hochwasser mehr Raum einnehmen kann. Um die Durchgängigkeit der Kyll für Fische und andere Wasserlebewesen zu verbessern, wird das Wehr an der Pfeilsmühle abgebrochen. Und damit Jung und Alt das Flussufer genießen können, werden ein Kyll-Auen-Park und ein Wassererlebnisplatz angelegt. „Gewässerschutz steht auf der Agenda der Landesregierung ganz oben“, betonte Ministerin Höfken. Das Förderprogramm Wasserwirtschaft umfasse allein in diesem Jahr 520 Maßnahmen der Kommunen, die das Land mit 110 Millionen Euro bezuschusse. Im Rahmen der „Aktion Blau Plus“ seien in den vergangenen zwei Jahrzehnten in Rheinland-Pfalz rund 1400 Projekte zur Renaturierung von Gewässern realisiert worden.

Die Wasserrahmenrichtlinie der EU verpflichte die Länder, alle Gewässer in einen guten ökologischen Zustand zu überführen. Dass dies in Rheinland-Pfalz bei 29 Prozent der Bäche, Flüsse und Seen bereits erreicht wurde, sei auch ein Verdienst der Aktion Blau Plus, so Höfken. Ein Großteil der Fließgewässer in Rheinland-Pfalz aber verfehlen dieses Ziel immer noch, machte die Umweltministerin deutlich: „Hier sind noch große Anstrengungen notwendig.“

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